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28. Deutscher Verwaltertag eröffnet: VDIV-Deutschland-Präsident Heckeler fordert besonnenes Handeln beim Abschluss der WEG-Reform

Vor knapp 600 Fachbesuchern und Gästen eröffnete Wolfgang D. Heckeler, Präsident des Verbandes der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV Deutschland), den 28. Deutschen Verwaltertag. Aufgrund der Corona-bedingten Sicherheitsvorkehrungen findet die wichtigste Veranstaltung der Verwalterbranche in diesem Jahr mit weniger Besuchern statt. Ein Schwerpunkt des Kongresses liegt auf der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG).

Präsident Heckeler betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der VDIV Deutschland den vorgelegten Gesetzentwurf in weiten Teilen begrüßt, da er zukünftig mehr Rechtssicherheit, vor allem aber mehr Möglichkeiten bieten wird, den energetischen Sanierungsstau in Wohnungseigentümergemeinschaften aufzulösen und demografischen Anforderungen gerecht zu werden. „Unter Experten besteht weitestgehend Einigkeit, dass der vorliegende Gesetzentwurf viele aufgestaute Probleme in der Praxis lösen kann. Durch veränderte Abstimmungsquoren können nun einzelne Eigentümer nicht mehr den Mehrheitswillen der Eigentümer­gemein­schaft blockieren. Auch dem erleichterten Einbau von E-Ladestationen trägt der Entwurf Rechnung. Das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz stellt eine rechtssichere und zukunftsfähige Basis für Eigentümergemeinschaften dar und sichert letztlich mehr Verbraucherschutz, u. a. durch die Flexibilisierung der Größe eines Verwaltungsbeirats und seiner Haftungsbeschränkung wie auch in der Abwahl des Verwalters aus nicht wichtigem Grund“, so Heckeler. Der VDIV-Deutschland-Präsident äußerte allerdings sein Unverständnis darüber, dass mit falschen Annahmen und unsachlichen Argumenten bewusst Ängste geschürt werden, um das neue Gesetz aufzuhalten, „allerdings bin ich zuversichtlich, dass der Deutsche Bundestag um seine Verantwortung weiß und bald zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens kommen wird.“

Die Novellierung sei zudem eine wichtige Chance, die Professionalisierung der Branche weiter voranzubringen. Zuletzt hat der VDIV Deutschland daher noch einmal ein breites Bündnis der wichtigsten Verbände aus der Immobilienbranche und angrenzender Bereiche initiiert und die Relevanz eines verpflichtenden Sachkundenachweises aufgezeigt. „Auch auf politischer Ebene wird der Sachkundenachweis inzwischen fraktionsübergreifend unterstützt. Ich bin mir sicher, dass kein Weg an ihm vorbeiführt und Eigentümer und Mieter dies dankbar annehmen werden“, unterstrich Heckeler.

Der Verbandspräsident zeigte sich zudem erfreut, dass es durch den nachdrücklichen Einsatz des VDIV Deutschland gelungen ist, den Zensus auf 2022 zu verschieben. Anfang dieses Jahres hatte der Verband Immobilienverwaltungen bundesweit zu der Notwendigkeit eines solchen Schritts befragt. Nachdem drei von vier Immobilienverwaltungen aufgrund der erheblichen Mehrbelastung infolge der Corona-Pandemie für einen „Zensus 2022“ plädierten, hatte der Bundesverband wiederholt und erfolgreich die Verschiebung gefordert und hierzu mit Politik sowie statistischen Ämtern der Länder in engem Austausch gestanden. „Wir sind froh, dass die Bundesregierung unserer Auffassung gefolgt ist und sich auch innerhalb der Europäischen Union für diese Verschiebung aktiv einsetzte“, so Wolfgang D. Heckeler.

Er betonte zudem, dass die Ende März im Rahmen des beschlossenen „Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht” temporär geltenden Sonderregelungen zum Wohnungs­eigentumsgesetz (WEG) sich bewährt haben, gleichwohl davon auszugehen ist, dass viele notwendige Beschlüsse in den Eigentümerversammlungen auf das kommende Jahr verschoben werden. Dies betrifft insbesondere investive Ausgaben der Gemeinschaften.

Damit der 28. Deutsche Verwaltertag, das wichtigste Branchenevent des Jahres, mit seiner großen angrenzenden Fachausstellung trotz der Covid-19-Pandemie stattfinden kann, hat der VDIV Deutschland in engem Austausch mit dem Estrel Berlin ein ausgefeiltes Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt. Die Gesundheit aller Veranstaltungsteilnehmer steht dabei an erster Stelle. Erstmals können die Besucher eine Event-App nutzen, die neue Netzwerk- und Kontaktmöglichkeiten bietet, wenn Händeschütteln und der Austausch von Visitenkarten entfallen.

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